|
|
Unser zweiter Besuch im Patentierheim im Oktober 2010 Auch dies Mal war der Empfang nach über 15 Stunden Fahrt sehr herzlich und die Gastfreundschaft, trotz der bescheidenen Mittel überwältigend. Als wir am Freitagabend ankamen ging natürlich nicht mehr viel, nur noch in die Pension und schlafen … Der nächste Tag jedoch begann früh und mit jeder Menge Arbeit, denn wir hatten uns ja einiges vorgenommen!. Erst einmal entluden wir den Bus. Auch dieses Mal kam unser Futter, die Decken, Hundekörbe und allerlei anderer nützlicher Tierbedarf wie gerufen, denn die Vorratskammer war ziemlich leer.
Neben all dem Futter hatten wir eine große, isolierte Hundehütte dabei, die zuvor von Roland Schneider so vorbereitet und umgeändert worden war, dass in ihr zwei Würfe Welpen Platz haben werden. Nachdem alles verstaut war, bekamen dann noch Simona und ein sehr engagierter Helfer namens Rastio neue Winterwingertstiefel die mit Sicherheit auch dem slowakischen, strengen Winter trotzen werden! Dann kam auch schon der erste Besuch, der Elektriker auf den wir schon gespannt warteten. Wir besprachen die bevorstehenden Installationen.
Janina übersetzt unsere Wünsche Dies war unser erstes Ziel dieser Fahrt: Endlich Steckdosen und Strahler auf dem Gelände anbringen damit Simona in den Wintermonaten trotz der früh einsetzenden Dunkelheit arbeiten kann.Außerdem sollte sie die Möglichkeit bekommen in der Garage und im Anbau in dem sich ja ebenfalls Hunde befinden einzelne Rotlichtlampen aufhängen zu können um beispielsweise Hundemütter mit ihrem Nachwuchs vor dem Erfrierungstod zu bewahren. Zunächst war der Elektriker ein wenig skeptisch ob die bisherige Strom-Zuleitung das alles hergeben würde, außerdem waren Aufgrabungsarbeiten nötig da die Leitungen nicht überirdisch verlaufen sollten, aber er war dann doch sehr engagiert und zuversichtlich alles nach unseren Vorstellungen hin zu bekommen. Nachdem wir uns dank Janina darüber verständigt hatten wo die Strahlen und Steckdosen platziert werden sollten, ging er mit dem Versprechen am Montag mit seinem Chef wieder zu kommen um uns auch einen Kostenvoranschlag machen zu können. Gesagt getan und als er am Montag mit seinem Chef wieder kam war alles klar und die beiden versprachen in den nächsten Tagen mit den Arbeiten zu beginnen. Um es vorweg zu nehmen: Die Strahler hängen und die Steckdosen sitzen! Ein großer Schritt in die richtige Richtung!
Noch am Samstag begannen wir mit dem Aufbau der zerlegten Welpenhütte. Doch zuvor mussten wir im nahegelegenen Sägewerk Holz für die Umzäunung besorgen. Nachdem der Platz feststand an dem die neue „Welpenstation“ errichtet werden sollte ,ging es dann auch schon mit dem Nageln, Sägen und Schrauben los.
die ersten Bewohner ziehen ein
Und ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen! Denn entstanden sind zwei Ausläufe für je einen Wurf Welpen mit einer Hütte in der die Tiere nicht erfrieren werden. Wieder eine Möglichkeit mehr etwas mehr Lebensqualität für die Tiere zu schaffen! Eines unserer Mitbringsel geht auch genau in diese Richtung. Wir haben nämlich von der Organisation „Windhunde sind Jagdhunde“, (danke an Frau Liebermann und ihre Crew für den unermüdlichen Näh-Einsatz!) 40 Hundemäntel aus Fleece in verschiedenen Größen genäht bekommen. Eine tolle Möglichkeit den Hunden wenigstens etwas Wärme in dem bevorstehenden, harten slowakischen Winter zu spenden.
Simona wird in der nächsten Zeit die Mäntel testen und anprobieren und uns sagen wie viele von welcher Größe noch bestellt bzw genäht werden müssen.
Simona freut sich All das haben wir dank IHRER Hilfe geschafft! Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Spendern bedanken die auch diese Fahrt zu einem vollen Erfolg gemacht haben!
Selbstverständlich durften auch wieder einige Tier mitkommen. Jedes mal bricht es einem das Herz, dass man nicht allen flehenden Hundeaugen sagen kann: „Ja, du darfst mit!“ Aber doch wieder einigen und denen, die dort bleiben müssen und vielleicht niemals die Chance auf ein eigenes Zuhause bekommen werden, möchten wir versuchen das schwere Tierheim-Leben ein bisschen angenehmer zu gestalten. Natürlich haben wir bereits große Pläne für unsere nächste Fahrt die voraussichtlich im Mai 2011 sein wird. Bei unserem Besuch im Mai 2010 hatten wir ja ein Gespräch mit dem Bürgermeister Kezmaroks, der versprach dieses Jahr noch das Tierheim an die Wasserversorgung der Stadt an zu schließen-dieses Versprechen hat er leider noch nicht eingehalten. Sehr wohl aber die Zusage dem Tierheim ein angrenzendes Grundstück von etwa 1500qm zur Verfügung zu stellen. Dieses Gelände bedeutet gerade für die großen Hunde endlich die Möglichkeit eines Auslaufs, ein lang ersehnter Wunsch von Frau Nincakova und ihrer Tochter Simona. Nun fehlt zur Verwirklichung dieses Wunsches natürlich noch die Umzäunung. Auch möchten wir dringend ein paar Böden der vorhandenen Zwinger erneuern die dermaßen kaputt sind, dass es den Hunden unmöglich ist gut zu laufen, geschweige denn sich abzulegen.
Zudem möchten wir in die 46 vorhandenen Zwinger Edelstahlschüsseln anbringen (mit Ringhalterung an die Wand verschraubt) um zu vermeiden dass Wasserschüsseln umgeworfen werden, damit sie einfacher von außen zu befüllen sind und um schlicht Platz zu sparen, denn manche Zwinger sind derart klein, dass jeder Zentimeter zählt. Und hier unsere Eindrücke noch einmal in Bildern der Hunde. Bilder die eine deutliche Sprache sprechen!
Diese kleine Maus konnten wir unmöglich da lassen und sie hat auch prompt ein tolles, neues Zuhause gefunden!
Sie und ihre 7 Geschwister wurden Waisen weil man ihre Mutter geschlachtet und verspeist hat! Klar, dass auch sie mitdurften!
Wir werden weiter kämpfen, weil es sich für jedes einzelne dieser tollen Tiere lohnt! Bitte unterstützen Sie uns auch in Zukunft dabei! Vielen Dank! Judith Räch
Unser erster Besuch in unserem Patentierheim in Kezmarok/Slowakei So viele Hunde, so viele eindringlich bittende Blicke hinter Gittern - unser erster Besuch Ende Mai war schwer zu ertragen einerseits, gut und absolut wichtig andererseits. In malerischer Landschaft, am Fuße der schneebedeckten Berge der Hohen Tatra, liegt das kleine Tierheim in Kezmarok. Zwei engagierte Frauen, Frau Nincakova und ihre Tochter Simona, betreuen mit Hilfe einiger, weniger Helfer die etwa 120 Hunde. Manche von den Hunden werden auf der Straße, hungernd und ohne Zuhause aufgelesen, manche von ihren Besitzern abgegeben, manche von der Polizei gebracht wenn wieder einmal jemand sein Tier so schwer misshandelt, dass Nachbarn den Umstand der Behörde melden. Soweit unterscheidet sich dies Tierheim noch nicht so sehr von einem der unseren, sehr wohl aber in den Umständen unter denen die Tiere gehalten werden. In winzig kleinen, baufälligen "Zwingern" leben zumeist mehrere Hunde beisammen. Es gibt kein fließend Wasser und man kann sich leicht die hygienischen Auswirkung ausmalen. Nur im vorderen Teil existiert eine Stromleitung und es gibt absolut keine Heizmöglichkeit für den langen und harten Winter in einer der kältesten Regionen der Slowakei. Dann hat nicht einmal jeder Hund eine Hütte um sich bei minus 20°C und kälter zu verkriechen! Die Böden der Zwinger sind größtenteils mit Holzpaletten ausgelegt und machen ein entspanntes Laufen, Stehen oder Liegen nicht gerade leicht für die Tiere. Trotz dieser absolut widrigen Umstände sind Simona und ihre Mutter bemüht und quasi Tag und Nacht im Einsatz um die Tier zu versorgen. Manche von den Hunden erleben hier das erste Mal in ihrem Leben dass eine Hand auch streicheln kann, dass sich jemand um sie kümmert und bei Krankheit zum Tierarzt bringt. Aber es fehlt an Allem. Es gibt bis jetzt nur einen viel zu kleinen Auslauf für die Hunde, manche von ihnen, gerade die Großen kommen so gut wie nie aus ihren Zwingern. Hin und wieder kommen zwei sehr engagierte junge Frauen ins Tierheim die auch einmal mit einigen der Hunde Gassi gehen, aber dann nur mit den Kleineren. Die Tiere haben keine Beschäftigung und manche von ihnen sitzen seit Jahren dort, ohne die geringste Chance auf Vermittlung. Natürlich gibt es auch in der Slowakei tierliebe Menschen und so mancher Hund findet bei einer netten slowakischen Familie ein neues Zuhause, meist sind das aber die Welpen oder kleinen Hunde. Große Hunde werden dort eigentlich ausschließlich an die Kette gehängt, ein tristes Leben dass sich Simona und die anderen nur schwer für ihre Schützlinge vorstellen können. Hunde werden in der Slowakei, wie in vielen anderen Ländern auch, wie Sachen behandelt. Gefällt der eine nicht mehr, oder ist der Welpe zu groß geworden, so wird er ausgetaucht - wie ein kaputtes oder ungeliebtes Möbelstück. Kastrationen kosten auch in der Slowakei verhältnismäßig viel Geld. Deswegen werden die Hündinnen zumeist nicht kastriert, die Welpen werden ertränkt, erschlagen oder, wenn es gut läuft, gleich mitsamt der Mutter ins Tierheim gebracht.Aus diesen Gründen möchten wir dauerhaft helfen und haben dieses kleine Tierheim zu unserem Patentierheim ernannt. Helfen wollen wir in Form von Futter- und Sachspenden und in Form von Vermittlungshilfen für die Hunde. Diese Hunde sind fast alle überaus freundlich, dankbar, möchten alles recht machen und sind somit absolut familientauglich. Sie sind verträglich und zeigen, trotz des Dauerstress, erstaunlicherweise wenig bis gar kein aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen. Hunde wie sie auch bei uns im Tierheim nicht lange sitzen würden da sie eine gute Vermittlungschance haben. Zum Thema "Pro Tierschutz- und Auslandshund-bevor jemand zum Züchter geht" können Sie auch einen Beitrag von uns auf der Hauptseite dieser Homepage unter "Tierschutzthemen" lesen. Gerne möchten wir zukünftig 1-2 mal im Jahr das Tierheim besuchen und Hilfsmittel bringen, aber auch einzelne Hunde mitnehmen um ihnen endlich die Chance auf eine hundegerechtes Leben zu geben. Zeitgleich möchten wir versuchen auf einem Nebengrundstück den Neubau von hundegerechten Zwingern zu realisieren. Bei unserem Besucht hatten wir auch einen Termin bei dem hiesigen Bürgermeister. Er versprach sich für die Genehmigung einer Wasserleitung/Abwasseranschluss für das Tierheim einzusetzen und die Zupachtung eben dieses Nebengrundstücks von 1500qm zu ermöglichen. Einen Sponsor für die Legung der Wasserleitung ist dank einer ebenso für das Tierheim seit Jahren engagierten Tierschützerin, Janina Pavlicek aus Regensburg, bereits gefunden. Janina ist auch unsere "Sprachbrücke", da sie Slowakisch spricht und uns somit eine einwandfreie und unmissverständliche Kommunikation mit den slowakischen Tierschützern ermöglicht, was für die Zusammenarbeit Gold wert ist! Gerne möchten wir auch finanzielle Mittel zur Verfügung stellen um Simona und ihrer Crew den Besuch beim Tierarzt für die Tiere zu ermöglichen, um nötige Kastrationen und Parasitenbehandlungen durchführen zu können und um schließlich dafür zu sorgen, dass immer genug Futter für alle Hunde vorhanden ist und im strengen Winter möglichst kein Tier erfriert. Simona und Frau Nincakova betreiben auch intensive Aufklärungsarbeit in ihrer Stadt indem sie versuchen die Menschen zu überzeugen ihre Hunde kastrieren zu lassen und um das Leben der Kettenhunde, beispielsweise durch längere Ketten, ein kleinwenig lebenswerter zu machen. Auch hier möchten wir finanziell helfen indem wir Geld für Kastrationen sammeln damit die Welpen-Schwemme in Kezmarok nachhaltig abnimmt. Natürlich brauchen wir für die Umsetzung unserer Hilfen auch IHRE Hilfe, liebe Tierfreunde und Unterstützer unserer Arbeit. In Form von Sach- und Geldspenden, aber auch in Form von Pflegeplätzen. Gerne können Sie auch Ihre eignen Ideen an uns herantragen, oder vielleicht sind die Fachfrau/mann für eine bestimmte Sache, beispielsweise für den Zwingerbau und können uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es ist auch möglich die Patenschaft für eines der im Tierheim lebenden Tiere zu übernehmen- dies könnte auch eine Geschenkidee für einen lieben Tierfreund sein (siehe "Patenschaften") Betonen möchten wir an dieser Stelle noch einmal, dass die Hilfe für unser Patentierheim keinesfalls die Hilfe hier vor Ort für die Tiere verdrängen soll! Nach wie vor haben die bedürftigen Tiere unserer Region Vorrang und werden von uns versorgt! Hier nun noch ein paar Bilder von unserem ersten Besuch und ein Video. Vielen Dank! (Judith Räch)
|