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Tierschutzthemen

 

Tierschutzverein

  Tierhilfe Bad Dürkheim - VG Freinsheim e.V.                                          

Drei (von vielen) gute Gründe kein Fleisch mehr zu essen oder alternativ dazu den Fleischkonsum zu senken und Bioprodukte zu kaufen

 

Grund 1: Das Tierelend in der Intensivtierhaltung

Massentierzuchtbetriebe sind fensterlos, immer weit abgelegen und hermetisch abgeriegelt. Die Fleischindustrie lässt sich nicht gerne in die Karten sehen. Aus nachvollziehbarem Grund: Unser „täglich Fleisch“ wird unter lebensverachtenden Umständen „produziert“.

Die Nachfrage nach billigem Fleisch ist so hoch, dass diese Massen nur auf Kosten der Würde eines Lebewesens zu erzeugen sind. Da sollen wohlklingende Firmennamen wie der des Geflügelgroßvertriebs „Wiesenhof“ über die tatsächlichen Zustände hinwegtäuschen. Fleischtheken sind geschmückt mit lachenden Porzellanschweinen, die sich selbstlos, gleich mit dem Messer und der Gabel im Rücken steckend oder mit der Kochschürze umgebunden, anbieten – Fleischstücke werden appetitlich verpackt und lassen nicht mehr den Rückschluss auf das Tier zu. Bei so einem Verkaufsverhalten sollen wir Verbraucher nicht zum Nachdenken kommen, zum kritischen Hinterfragen der Umstände. Es ist leicht geworden zu jeder Zeit an jede Menge Fleisch zu Schleuderpreisen heranzukommen Dass die Fleischindustrie dann auch nicht müde wird zu behaupten Fleisch sei gesund und in der ausgewogenen Ernährung unerlässlich kommt hinzu. Bei einem jährlichen Pro Kopf Verbrauch von 89 Kg Fleisch/Wurst stellt sich schon die Frage wo da der Tierschutz oder wenigstens ein Mindestmaß an Würde für die „Ware Tier“ Platz findet.

Schweine: Mastschweine sollen in etwa 6 Monaten nach der Geburt 120 kg wiegen. Wie das geht? Die Schweine werden in sog. Gruppenbuchten gehalten die jedem Tier einen Platz von etwa 0,6 Qm zugesteht. Aus gutem Grund, denn wer sich nicht viel bewegen kann, wird schnell fett. Üblicherweise stehen die Tiere auf sog. Betonspaltböden, durch die der Urin und Kot gleich in das darunter befindliche Sammelbecken fällt, bzw. durch das Körpergewicht der Tiere gequetscht wird. Die äußerst geruchsempfindlichen Schweine stehen und liegen so ihr kurzes Leben lang permanent auf ihrem Dung und müssen hohe Konzentrationen von austretendem Ammoniak erdulden. Schweine sind ganz gegen ihren Ruf sehr saubere Tiere, die, wenn man sie lässt, peinlich genau zwischen „Toilettenecke“ und Schlafplatz unterscheiden. Bei dieser Haltungsform ist dies unmöglich. Hinzukommt, dass der Boden im Laufe der Zeit immer glitschiger wird, was ein Stehen ohne permanentes Rutschen unmöglich macht. Die Tiere brechen sich oft die Beine oder rutschen auf andere drauf die sich dadurch bedroht fühlen und „wehren“. Ein pausenloser Stress, auch deshalb weil die Schweine sich nicht aus dem Weg gehen können. Das Sammelbecken wird übrigens während der ganzen Mastperiode nicht gesäubert, ebenso wenig wie der Spaltboden. Beschäftigungsmöglichkeiten haben die neugierigen, sensiblen und sehr intelligenten Schweine nicht. Oft herrscht absolute Dunkelheit in den Mastbetrieben um die Tiere „ruhig“ zu halten. Aus Langeweile, Frust und  durch haltungsbedingte, massive Verhaltensstörungen, beginnen die Tiere sich gegenseitig die Schwänze und Ohren abzufressen. Ein Verhalten, dem man dadurch versucht entgegen zu treten, indem man den wenige Tage alten Ferkeln die Schwänze abhackt, und die Eckzähne schneidet oder zieht. Auch werden die männlichen Tiere bei dieser Prozedur gleich kastriert. All das geschieht ohne Betäubung oder anschließende Schmerzbehandlung. Trotz dieser Maßnahme kommt es zum Schwanz- oder Ohrenabfressen und die so entstehenden Wunden infizieren sich schnell. Eine tierärztliche Versorgung erfolgt nicht, da diese viel zu teuer wäre. Nicht erlaubte aber durchaus gängige Praxis bei Schwerverletzten Tieren ist es, sie aus den Buchten bis zum Eintritt des Todes in den Gang zu legen. Die so „entsorgten“ Schweine werden sich selbst überlassen und verdursten dann einfach. Den weiblichen Zuchtsauen ergeht es nicht besser. Sie werden zweimal pro Jahr künstlich gedeckt und müssen schon einige Wochen vor der Geburt in spezielle Käfige die sog. Abferkelbucht. In diesem Käfig ist lediglich ein seitliches Liegen und Stehen möglich. „Sinn“ dieser Käfige soll der Schutz der Ferkel vor dem Erdrücken durch das Muttertier sein. In freier Natur bauen die Sauen für ihren Nachwuchs Nester und erdrücken würden diese hochsozialen Tiere keines ihrer Ferkel. Schweinen misst man übrigens die Intelligenz mindestens eines Hundes zu. Dressierte Schweine können bis zu 40 verschiedene Kommandos verstehen und umsetzen.

       

Nicht annähernd artgerecht. Kein Licht, keine Luft, keine Bewegung, keine Beschäftigung – absolute Qual!

     

Als „Fleischlieferant“ geboren, ohne Rechte, zur reinen „Ware“ degradiert.

Kühe und Kälber:

Kühe werden als Milchlieferanten gebraucht. Deshalb müssen sie ständig Kälber gebären damit der Milchfluss nicht zum Stillstand kommt. Die Kälber sind eigentlich nur ein „Nebenprodukt“, das sich erst später zum nachgefragten Fleischlieferanten entwickelt hat. Damit das Kalb nichts von der wertvollen Milch seiner Mutter bekommt, werden die beiden wenige Tage nach der Geburt oder sogar unmittelbar danach auf nimmer Wiedersehen getrennt. Während die Kuh, die bis zu vier Tage nach ihrem Jungen schreit, weiter Milch geben muss, in engen Boxen steht und mit dem „Kuhtrainer“ durch Stromschlag gezwungen wird beim koten oder urinieren einen Schritt zurück zu treten damit die Fäkalien in die dafür vorgesehene Grube fallen,  kommen die wenige Tage alten Kälber in winzige Einzelboxen. Auch hier will man ein möglichst schnelles Fleischwachstum erreichen, da ist Bewegung nicht angesagt. Gefüttert wird das Kalb ausschließlich mit einem Milchersatz, dem jegliches Eisen entzogen wird um das Fleisch des Kalbes „weiß“ zu halten. Schon nach kurzer Zeit erleiden die Tiere große Schmerzen unter dieser Mangelernährung die sie völlig anämisch macht. Auch Heu bekommen sie keines, weil auch dieses Blutbildende Substanzen enthält. In freier Natur würde das Kalb die Chemiebrühe niemals anrühren, in dieser Einzelhaft bleibt ihm aber nichts anderes übrig, weil man ihm vorsorglich kein Wasser gibt um es so zur Aufnahme der Ersatzmilch zu zwingen. Nach wenigen Wochen ist das Kalb so groß, dass es meist nur noch mit eingezogenen Läufen liegen kann. Auch hier herrscht oft absolute Dunkelheit in den Ställen um die Kälber am Brüllen zu hindern. In freier Natur bewegen sich diese Tiere gern und oft, auch fehlt das „Weiden“ von Gras als natürliche Beschäftigungsmöglichkeit. Diese Kälber kommen in ihrem nur wenige Monate dauernden Leben nur einmal ins Freie, nämlich dann, wenn sie zum Schlachthaus gebracht werden.

 

 

Alleine, gleich nach der Geburt unter Schreien der Mutter entrissen.

 

Unvorstellbare Qualen.

 

Ein junges Kalb sollte neben seiner Mutter auf einer Wiese herumtoben dürfen … sollte …

Hühner, Puten, Enten, Gänse

Die Legebatterien kennt eigentlich jeder. Deshalb kaufen wohl immer mehr Menschen Eier aus Freilandhaltung oder Bioproduktion (Eier aus Bodenhaltung sind nicht besser als die aus Käfighaltung): Kaum einer weiß allerdings, dass auch Hähne vereinzelt in den Käfige bei den Hühnern sitzen. Sie sollen die Weibchen „beruhigen“ oder von ihrer natürlichen Hackordnung, die sie in den Käfigen in denen jedem Tier gerade mal die Größe eines Din A 4 Blattes zugestanden wird, sowie so nicht artgerecht ausüben können, abhalten. Die Hähne sind größer als die Hühner und können sich in den Käfigen nicht einmal ganz aufrichten. Ihre Kämme hängen in blutigen Fetzen herunter weil sie ständig im Draht hängen bleiben. Aufgrund dieser Verletzungen verenden diese Hähne auch oft vorzeitig und werden dann, wenn man ihre Kadaver überhaupt entfernt, kurzerhand ersetzt. In freier Natur lebt ein Hahn meist sein Leben lang mit denselben Hennen zusammen und diese mit ihm. In den Legefabriken ist praktisch kein Personal mehr notwendig, weil die ganze Anlage automatisiert ist und von außerhalb betreut werden kann. So kommt es, dass Angestellte nur alle paar Wochen die Hallen betreten und so verendete Tiere tagelang im Käfig liegen bleiben. Auch für entwischte Hühner die auf dem Gang laufen oder in die riesigen Kotgruben fallen und dann qualvoll verdursten oder eingeklemmte Hühner gibt es keine Hilfe. Nach etwa 15 Monaten intensivstem Eierlegen ist das Huhn „verbraucht“ und landet als Suppenhuhn in den Kühltruhen. Die Masthähnchen (es handelt sich um weibliche Tiere) hingegen sind so verzüchtet, dass sie gar keine Eier legen können, was sie sowieso nicht könnten, denn ihr Leben währt etwa 33 Tage. Dann nämlich haben sie, lange vor ihrer Geschlechtsreife ihr Schlachtgewicht erreicht. Erreicht wird die ungebremste Aufnahme von Futter dadurch, dass man den Tieren schlicht ihr Sättigungsgefühl weggezüchtet hat. Sie fressen und fressen und setzen so schnell Fleisch an, dass ihr Knochenbau und auch die inneren Organe wie das Herz oder die Lunge nicht mitkommen. Schon nach der zweiten Mastwoche stellt sich das sog. Beinschwächesyndrom ein, die Tiere können nicht mehr richtig laufen und viele sterben vor der Zeit was allerdings einkalkuliert ist und den Profit nicht schmälert. Die Hühner werden in der sog. Bodenhaltung gehalten. Das Wegfallen von Drahtkäfigen hält für die Hühner keinerlei Vorteile bereit. Da während der ganzen Mastperiode der Kot der Tiere nicht beseitigt wird, bildet sich schnell eine dicke Schlamm-Kot-Schicht die auch wieder Ammonikgase freisetzt die wiederum die Atemwege der Tiere durch Verätzen extrem belasten. Die Hallen sind meist fensterlos, Frischluft kommt nicht hinein. Sind die Hühner erst einmal größer, kann man die Enge die entsteht erahnen. Laut Gesetz dürfen bis zu 23 Tiere auf einen Quadratmeter gehalten werden (das bedeutet noch weniger Platz als für die Legehennen in den Batterien). Um bei dieser Haltungsform Hackereien unter den Masthühnern zu vermeiden, werden den Küken bereits kurz nach dem Schlüpfen die Oberschnäbel mit heißen Messern gekürzt. Eine Prozedur die bei der durchgängig gut durchbluteten Schnabelregion äußerst schmerzhaft ist.

Auch hier werden verendete Hühner, wenn überhaupt, nur sporadisch eingesammelt. Gründe hierfür sind übrigens auch Sicherheitsmaßnahmen für die Angestellten, weil der hohe Ammoniakgehalt der Luft extrem gesundheitsschädlich ist. Bei der gelegentlichen Entfernung  der toten Tiere werden die „halbtoten“ übrigens auch gleich mitgenommen und in denselben Mülltonnen entsorgt wie die Kadaver. Eine zwar verbotene Methode, aber durchaus üblich, weil man dadurch Arbeit spart. Die geschlüpften männlichen Küken haben in der Mastindustrie keine Funktion weil sie keine Eier legen können und nicht schnell genug Fleisch ansetzen. Sie werden, bis auf ganz wenige Ausnahmen (wie oben beschrieben und zur Zucht), gleich nach dem Schlüpfen vergast oder in den Hexler geschmissen. Gesetzlich übrigens viel diskutiert, weil unser Gesetz die Tötung eines Wirbeltieres aus nicht zwingendem Grund verbietet. Die Mast der Enten, und Gänse ist im Großen und Ganzen gleich. Hier kommt noch erschwerend dazu, dass den Wassertieren zu keiner Zeit, außer zum trinken, solches angeboten wird. In freier Natur verbringen Gänse und Enten die meiste Zeit im oder am Wasser. Auch können die Tiere ohne Wasser ihr Gefieder nicht reinigen und fetten was eine zusätzliche, große Qual darstellt. Die auf der Verpackung viel benannte tierärztliche Betreuung der Tiere bezieht sich ausschließlich auf die Prophylaxemaßnahmen wie die vorbeugende Gabe von beispielsweise Antibiotika im Trinkwasser. Kranke, verletzte oder geschwächte Tiere werden nicht versorgt. Man lässt sie sterben und dabei ist es egal ob es sich da um ein Schwein, ein Kalb oder ein Huhn handelt. Die tierärztliche Behandlung oder Euthanasie wäre viel

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zu teuer und unrentabel.

       

Kaninchenmast

Auch Mastkaninchen kommen ihr ganzes trauriges Leben lang nicht ins Freie. In Drahtkäfigen die ihre empfindlichen Pfoten aufschneiden, werden sie um Platz zu sparen meist übereinander in abgedunkelten Hallen gestapelt. Auch hier überleben keineswegs alle Tiere die Mastperiode und wenn dann nur mit erheblichen gesundheitlichen Einbussen (verätzte Lungen wegen des hohen Ammoniakgehaltes nur zum Beispiel) Und auch hier sehen

die Tiere das Tageslicht zum ersten Mal bei der Fahrt ins Schlachthaus. Dann auch zum letzten Mal!

                      

Kaninchenmastanlage von unten                  Kaninchenleben von der Sorte: Tierquälerei!

 

Grund 2: Fleisch aus Intensivtierhaltung ist nicht gesund

Abgesehen vom Tierleid muss uns klar sein, dass eine solch unnatürliche Fleischproduktion nicht ohne Chemie auskommt. In der Intensivtierhaltung sind die Tiere bedingt durch die Fütterung, Haltung und Überzüchtung besonders krankheitsanfällig. Das Futter dieser Tiere besteht alles andere als aus guten Zutaten wie sie die Tiere in freier Natur fressen würden oder bei Biobauern bekommen. Allein der Anteil an Tiermehl, also Schlachtabfällen, ist enorm. Ein vegetarisch lebendes Tier wie beispielsweise die Kuh bekommt teilweise Fleichnebenerzeugnisse zu fressen – und das soll sich nicht irgendwie negativ bemerkbar machen? Milch und Milchprodukte sind für Menschen ab etwa dem dritten Lebensjahr nicht mehr gesund. Ab diesem Zeitpunkt bildet unser Körper nämlich nicht mehr die zur Milchverdauung nötigen Enzyme Renin und Laktase. Das Kasein in der Kuhmilch, das übrigens gegenüber der menschlichen Muttermilch etwa 300 mal so hoch ist, gerinnt im Magen zu unverdaulichen Klumpen die unser Verdauungssystem enorm belasten und beispielsweise die Entstehung von Darmkrebs fördern können. Das Einzig gesunde an der Milch ist ihr hoher Gehalt an Calcium, der auch in beispielsweise Nüssen und vielen Gemüsesorten sehr hoch ist. In der Natur trinkt kein erwachsenes Säugetier Milch, außer unseren vermenschlichten Haustieren. Dass Milch für eine gesunde Ernährung unerlässlich sei ist eine längst gegenteilig bewiesene Mähr der Milchindustrie. Guten Ersatz bieten da die Sojamilchprodukte. Sojamilch, -Pudding, -Schmand, -Joghurt und –Margarine sind gute Alternativen, die neben Reformhäusern und Naturkostläden beispielsweise auch im Hitmarkt angeboten werden. (Dieser bietet auch Biofrischfleisch aus einem bayerischen Biobauernhof, das immer freitags frisch geliefert wird- in dem Kühlregal gegenüber der Metzgerei) Auch nimmt der Anteil genmanipulierter Futtermittel zu. Aber bleiben wir bei dem direktesten Problem: Die medikamentöse Behandlung der Masttiere. Um eine solch lebensfeindliche und zutiefst unnatürliche Aufzucht, Mästung und Haltung zu überstehen, bedarf es einer ganzen Reihe von Medikamenten die „das Fleisch“ vor vorzeitigem Tod oder Zerfall bewahren soll. Aber auch Infektionskrankheiten stellen in diesen voll gestopften Tierfabriken ein Problem dar. Da wird prophylaktisch Antibiotika verabreicht, da werden Hormone ins Futter gemischt die das Wachstum noch mehr fördern. Da wird ganz selbstverständlich mit Beruhigungsmitteln wie beispielsweise „Stresnil“ umgegangen, um die fast zum Wahnsinn getriebenen Tiere wenigstens noch solange am Leben zu erhalten bis sie ihr Schlachtgewicht erreicht und somit ihre Schuldigkeit getan haben. Und diese Mittel sind dann nicht im Fleisch, in der Milch und in den Eiern der Tiere wieder zu finden? Selbst die legalen Medikamente und Hormone stellen so schon eine gesundheitliche Bedrohung für uns Konsumenten dar. Was ist das dann erst mit den ganzen illegal verabreichten Substanzen? Heimliche Recherchen von Tierschutzorganisationen haben die sog. „Nutztier-Drogenszene“ mittlerweile beleuchtet bzw. deren Existenz erst ans Tageslicht gebracht.

 

Ein weiterer gesundheitlicher Aspekt ist das übermäßige Fett und Cholesterin im Fleisch, außerdem die Toxine die sich als belastende Schlackenstoffe im Körper absetzten. Wir Menschen sind von der Natur her wohl kaum zum Fleischessen vorgesehen. Fleischfressende Tiere haben einen sehr kurzen Darm um das schnell faulende Fleisch, das toxische Stoffe freisetzt, die sich dann als freie Radikale in unserem Körper einnisten, möglichst schnell wieder auszuscheiden. Außerdem fehlt uns im Gegensatz zu Raubtieren die hohe Konzentration von Salzsäure im Magen die eine schnelle Verdauung von Fleisch möglich macht, noch haben wir Reißzähne. Auch ist die Behauptung Fleisch gebe „Kraft“ längst überholt und widerlegt. In der Tierwelt sind es gerade die Vegetarier, die zu den kräftigsten Tieren gehören (z.B. Elefant, Gorilla) Löwen hingegen haben wenig Ausdauer. Übrigens macht sich der Rudelführer der Löwen beim erlegten Wild als erstes über die inneren Organe und da den prall gefüllten Magen mit Grünzeug her, der Hauptlieferant für Vitamine und Spurenelemente bei Raubtieren, dem Rest des Rudels bleibt dann das Fleisch mit wenig Inhaltsstoffen.

Tiere bei Biobauern leben nicht nur artgerechter, sie bekommen auch biologisches Futter und werden tierärztlich betreut. Auch der Weg in den Schlachthof wird gesetzlich vorgeschrieben kurz gehalten um den Tieren mögl. Stress zu ersparen – was sich dann auch auf die Fleischqualität auswirkt. Natürlich dauert ihre „Schlachtreife“ deutlich länger, weil man den Tieren die „Zeit lässt“ natürlich zu wachsen und ist mit mehr Personalkosten verbunden was sich dann auf den Fleischpreis auswirkt. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Biofleisch etwa doppelt so teuer ist wie das aus den Mastbetrieben. Aber gleicht sich das nicht aus? Wenn wir weniger und dafür wesentlich besseres Fleisch ohne allzu großes Tierleid essen? Nebenbei bemerkt gibt es himmelweite Unterschiede auch im Geschmack. Fleisch aus Mastbetrieben verliert beim Braten im Gegensatz zu Biofleisch fast die Hälfte an Gewicht-sehr deutlich bei Hackfleisch zu merken- was den Preis ja schon wieder relativiert.

Grund 3: Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung

Mehr als 1/3 der globalen Getreideernten landet in den Futtertrögen der Masttiere. Beispielsweise wird in Brasilien die Hälfte des angebauten Getreides als Viehfutter an die reichen Länder verkauft während die Mehrheit der armen Landbevölkerung unterernährt ist. Die enorme Nachfrage der westlichen Konsumgesellschaft nach Fleisch treibt die Getreidepreise in den Drittweltländern in die Höhe, die Masttiere werden so zum bedrohlichen Nahrungskonkurrenten der an Hunger leidenden, armen Bevölkerung.

Auch bedeutet der maßlose Fleischkonsum die Abholzung riesiger Waldgebiete, darunter auch Regenwald zur Schaffung für Ackerland für den Getreideanbau. Jährlich verschwinden 350 000 Quadratkilometer Urwald um beispielsweise die Rinder der Fastfoodkette Mc. Donald zu mästen. Neben der Abholzung führt auch der erhöhte Verbrauch von chemischen Düngemitteln zur Erhöhung der Treibhauseffekts – ein bekannter Teufelskreis. Auch die Gewässerverschmutzung insbesondere des Grundwassers ist durch die abartig hohe Menge an anfallender Gülle enorm. Die Gülle verdirbt den Boden u. a. durch hohe Nitratbelastung. Beispielsweise im Schweizer Kanton Luzern leben derzeit mehr Mastschweine als Menschen.

Massentierhaltung hat einen hohen Wasserverbrauch. Mehr als 1/3 des gesamten Rohmaterials und der fossilen Brennstoffe in den USA werden für die Aufzucht von Nutztieren verbraucht.

Um ein Kg Fleisch zu erzeugen werden 20 Kg Getreide verfüttert und 20 000 Liter Wasser verbraucht!

Solange wir Fleisch aus diesen Tierfabriken kaufen wird der Wahnsinn weitergehen!

Denken Sie auch: Ach, meine einzelne Stimme, was zählt die schon ? Dann zählen Sie einmal alle zusammen die so denken wie Sie!

Jeder einzelne von uns kann etwas tun, jeden Tag, jeden Moment!

 VerfasserJudith Räch

 

 

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