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Tierschutzthemen

 

Tierschutzverein

  Tierhilfe Bad Dürkheim - VG Freinsheim e.V.                                          

Tötungsstationen

 

In vielen europäischen Ländern gibt es Tötungsstationen, so genannte Perreras.

Dort werden auf den Strassen eingefangene oder abgegebene Hunde und Katzen eine gesetzlich vorgeschriebene Zeit von meist 14 Tagen unter erbärmlichen Umständen „aufbewahrt“. Findet sich nach Ablauf dieser Frist kein Interessent werden die Tiere, ohne weitere Verzögerung getötet – im besten Fall per Injektion euthanasiert. Manchmal auch vergast oder erschlagen. Die Stimmung in Tötungsstationen ist äußerst bedrückend. In meist winzigen Betonzwingern, ohne Liegeplätze drängen sich alte, junge, große und kleine Tiere zusammen, wahllos zusammengepfercht, egal ob sie sich verstehen oder nicht. Manchmal werden einzelne Hunde totgebissen, die Schwächsten eben. Die Tiere spüren wo sie sind und wie nahezu hoffnungslos ihre Situation ist. Ständig erleben sie mit wie ein Zwingernachbar weggebracht wird. Manche rasen wie wild geworden an den Gittern auf und ab oder springen unablässig an den Türen hoch, andere kauern in einer Ecke und wirken teilnahmslos. Meist bekommen die Hunde und Katzen wenig bis gar kein Futter und Wasser – sie sollen ja sowieso getötet werden. Zuneigung und Ansprache? Fehlanzeige.

Diese Hündin wurde von ihren Besitzern in die Tötungsstation von Mallorca gebracht. Man ließ sie dort und nahm, für die Kinder, einen Welpen mit.

 

Wenn wir Kapazitäten frei haben retten wir auch Hunde von dort.

Ein Tropfen auf den heißen Stein, eine Seele von Tausenden – aber immerhin! Für diese einzelnen Seelen bedeutet es ihr Leben zu retten und meist noch mehr: Das erste Mal in ihrem Leben werden sie geachtet, respektiert und wie Familienmitglieder behandelt. Manche können ihr Glück gar nicht fassen und es erfüllt uns immer wieder mit großer Freude und Ehrfurcht wie diese Tiere trotz ihrer schlechten Erfahrungen uns Menschen auch weiterhin vertrauen und treu ergeben sind.

 

Auch sie haben eine Chance verdient !

Einfach abgegeben, entsorgt, nicht mehr gewollt!

 

In diesem verwahrlosten Zustand wurde diese Hündin zum „Entsorgen“ in die Tötungsstation gebracht. Juline, so heißt sie heute, konnte gerettet werden und lebt nun in Bad Dürkheim.

Unvorstellbar was man Tieren antut!

 

Südhunde oder anderswo aus Europa

 

Oft hören wir das Argument: Warum ein Hund aus dem Ausland, bei uns sind die Tierheime doch auch voll!

Das stimmt. Aber schauen Sie sich die Tiere im Tierheim einmal genauer an. Zumeist so genannte arme Listenhunde, die aus verschiedenen Gründen abgegeben werden und leider als unvermittelbar gelten (Vorurteile und eine teilweise völlig unangemessen hohe Hundesteuer führen zu dieser Problematik) oder auch alte und problematische Tiere halten die Statistik der Tierheime oben. Ein familienfreundlicher Hund, so wie es die meisten südländischen Hunde sind, sitzt auch bei uns nicht lange im Tierheim. Und jemand der genau einen solchen Hund sucht und bei uns im Tierheim nicht findet, wird nicht mit einem 10 Jahre alten Rottweiler aus dem Tierheim marschieren weil er sich hat bekehren lassen, sondern zum Züchter gehen und einen Welpen kaufen.

Warum also sollten dann die Auslandstiere nicht eine Chance bekommen?

Zumal sie fast alle freundlich und unproblematisch sind.

Ich möchte hier keineswegs gegen Rottweiler oder Listenhunde sprechen! Auch diese Hunde haben eine Chance verdient, es gibt nur leider wenige Menschen die sie ihnen bieten können. Diese Tiere sitzen zumeist ohne eigenes Verschulden im Tierheim, es ist nur leider Realität dass sie seltener vermittelt werden und wegen ihrer Anzahl und eben relativen Nichtvermittelbarkeit zu „Langzeitinsassen“ werden und die statistischen Belegungszahlen der Tierheime oben halten.

Auch was die Angst vor „eingeschleppten“ Krankheiten angeht kursieren die wildesten Gerüchte und leider informieren auch manche Tierärzte schlichtweg falsch über so genannte Südkrankheiten. Aber das ist ein anderes Thema das hier den Rahmen sprengen würde.

 

Vor der Anschaffung eines Haustieres gut überlegen und informieren

 

Egal ob Südhund, Osthund oder ein Hund aus Deutschland:

Vor der Anschaffung sollte man sich stets völlig sicher sein ob man die damit verbundenen Verpflichtungen auch erfüllen möchte und kann. Ein Hund kann bis zu 20 Jahre alt werden, eine Katze noch älter. Kann und will jedes Familienmitglied die Verantwortung für diese ganze Zeit übernehmen? Was ist mit den Kosten die ein Tier verursacht? Futter, Steuer, Haftpflichtversicherung – und im Krankheitsfall die mitunter hohen Tierarztkosten? Kann und ist jeder bereit das zu leisten? Was passiert mit dem Tier im Urlaub oder Krankheitsfall?

All diese Fragen müssen vor der Anschaffung geklärt werden!

 

Pro „Secondhand-Hund“ aus dem Tierheim/Tierschutzorganisation, Pro Strassenhund, Pro Mischling

 

Geben Sie einem Tierschutzhund eine Chance! Auch Tierheime und Tierschutzorganisationen haben Welpen und Junghunde zu vermitteln. Aber auch ältere Hund brauchen uns! Manche Züchter sind unseriös und verursachen Tierleid. Wir Tierschutzvereine versuchen die bereits vorhandenen Tiere gut zu vermitteln und „produzieren“ nicht dauernd neue weil wir Kastrationen durchführen und somit das Leid einzudämmen versuchen. In einer Welt in der die meisten Tiere unversorgt auf der Strasse ihr klägliches Dasein fristen, getreten und geschlagen oder sogar erschlagen werden, gequält und missbraucht, in solch einer Welt sollte sich jeder fragen ob es denn wirklich der Rassehund vom Züchter sein muss. Oder ob man einer armen Seele eine Chance gibt. Dankbar sind diese Geschöpfe allemal, dankbar und treu! 

Ist die Entscheidung gefallen, dann erwartet Sie eine tolle Zeit!

Wie sagte Heinz Rühmann einmal so schön:

„ Man kann auch ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht!“

 

von Judith Räch, September 2008

 

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